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Tango durch Deutschland (1980) RatingRatingRatingRatingRating

Tango durch Deutschland
Zur Entstehung von "Tango durch Deutschland" Seit Jahren war ich auf der Suche nach einem Darsteller, einem Mann, der unbeirrt der Ferne zustrebt. Seine Bewegungen sind sehr bestimmt aber gelassen. Er laeuft nicht auf ein bestimmtes Ziel zu, sondern zelebriert gewissermassen rituell, dass es um etwas geht, was alle angeht. Wo immer er auftaucht, stoert er den normalen Ablauf der Dinge, bringt den Verkehr zum Erliegen und macht sich Platz. Er setzt Zeichen, provoziert wie ein Aktionskuenstler und nimmt sich die Freiheit, gegen den Strom zu schwimmen. Er produziert Staunen und wirkt nicht aggressiv. Letztenendes gewaehrt man ihm Uebertretungen aller Art.

Er setzt sich ueber Konventionen hinweg und verkoerpert jene Spannung, in der der vorauseilende Geist mit der Wirklichkeit steht. Wenn er schliesslich, von der Menge aufgehalten, in ihr auf und untergeht (Garance!) und unseren Blicken entschwindet, wissen wir, dass er daraus irgendwo wieder auftaucht. Mit ihm und einem kleinen Team wollte ich durch die Lande ziehen, jeweils vor Ort eine Aktion ausdenken und filmen. Vielleicht gibt es einen solchen Darsteller gar nicht. Im April 1979 sass ich zufaellig neben Eddie Constantine. Er fragte mich, was ich so mache. Aus lauter Verlegenheit erzaehlte ich ihm von dem Projekt. Er fing sofort Feuer: "Das mache ich dir ? umsonst !" Ich hielt es fuer voellig ausgeschlossen, ja abwegig gerade mit ihm. Doch er liess nicht locker und lockte mit einem Bild: einen Typ a la Buster Keaton wolle er verkoerpern. Da schob ich mein Projekt beiseite um zu sehen, was anderes vielleicht mit ihm zu machen sei. Bei den Probeaufnahmen kam er meiner Art des direkten Drehs entgegen. Also dachte ich, wir riskieren es. Es kam dann alles ganz anders. Als die Filmfoerderung mitmachte, wollte er nicht mehr ohne Drehbuch und ein Honorar war faellig. Als Stoff fuer's Drehbuch nahmen wir sein Leben. Darin eroeffnet ihm ein Tribunal die Chance, es nochmal zu versuchen. Seine Liebesgeschichte mit Maya Faber-Jansen wurde hineingearbeitet. Ein neuer Kameramann musste gefunden werden, weil es Dieter Fietzke mulmig wurde. In der Bedraengnis uebernahm Martin Schaefer die Rolle. Pech fuer mich, weil der ganz andere Bilder dachte als ich.

Und so nahm die Katastrophe ihren Lauf. (L.M.) Naechtliche Grossstadtstraße. Zwei bedrohlich lichtstrahlende Spritzautos fegen den Schmutz der Vergangenheit in die Gosse des Vergessens. Im imaginaeren Museum des Films aber huschen scharfe Spotlight-Scheinwerferkegel ueber die allmaehlich fadenscheinig werdenden Leinwaende der alten, handgemalten Kinofassaden-Reklamen. Auf einem rotierenden Drehpodest erfassen sie die Mumienstatue eines gewesenen, verwesenden Lichtspielidols, dessen Name ? Eddie Constantine - im ganzen folgenden Film nicht ein einziges Mal genannt wird. Braun die Lederhaut der Gesichtsmaske unter dem Hut, emporgestreckt der Arm aus dem Trenchcoat in boxbereiter Abwehrhaltung. ....... Der Eingang von Lutz Mommartz' "Tango durch Deutschland" benutzt uralte Auferstehungs-Mythen wie den von Orpheus und Euridike, von Lazarus, von Kyffhäuser-Koenig Rotbart lobesam, oder auch neueren Versionen wie Sartres "Das Spiel ist aus".......... (Sebastian Feldmann RP 19.3.81) ......Schwebend wie der Rollstuhl am Beginn wird aus dem Tango das heimliche Motiv eines Liebesliedes, wird die Menschwerdung der Mumie durch die Liebe besungen in poetischen Parklandschaften und mit Nietzsche.

Bevor freilich das unglueckliche Bewusstsein sich ganz in die Idylle der "kleinen Dinge des Lebens" wie Fensterrahmen pinseln und Rollschuhlaufen verliert, schiebt Mommartz ein duesteres enigmatisches Ende davor: Im leeren Fabrikgebaeude sucht Eddie noch immer oder schon wieder nach einer Maja, und wie in einem fellinischen Traum verschwindet er suchend in der Schwaerze eines Ganges. (pupille) (Gertrud Koch Frkf. Rdsch. Mai 81) ...... irrt Constantine jetzt im Duesseldorf des Jahres 1980 durch die Strassen, wechselt auf einer vielbefahrenen Strasse unschluessig die Richtung, begegnet unentwegt sich selbst, findet sich unter Rentnern in einem Park, als Voyeur in einem einschlaegigen Etablissement oder gar in Edith Piaf, seiner verehrten Lehrerin, die er meisterhaft zu imitieren versteht. ....... (Wolfgang Würker FAZ 19.6.81)
 
Musik: Astor Piazzolla Kamera zus. mit Martin Schaefer, Dieter Fietzke, Juergen F. Hagemann Ton: Herbert Baumann, Juergen Zech Maske: Marie-Luise Engel, Mitarbeit: Georg Buehren, Wolfgang Braden, Walter Foelske, Juergen Kuhfuss Schnitt: Ina Rasche Produnktionsleitung: Ulli Kratzsch Darsteller: Eddie Constantine, Maya Faber-Jansen, Detlef F. Neufert, Manfred Boelk, Anna Plakinger, Gerta Reinhardt, Georg Bradtke, Jango Edward and his friends road-show,Hartmut Redottée, Bastian Feldmann, Klaus Hang u.v.a.
Laufzeit: 89 min.
Sprache: Deutsch
Genre: Klassiker, Prof. Lutz Mommartz, Kino & TV, Kunst
Land: Deutschland
Produzent: Prof. Lutz Mommartz
 

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