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Archaeologie in Eritrea (2001) RatingRatingRatingRatingRating

Archaeologie in Eritrea
Eritrea - der juengste Staat am Horn von Afrika - ist seit dem 24. Mai 1993 unabhaengig. Nach dem 30 - jaehrigen Buergerkrieg bemueht sich das geschundene Land um den Wiederaufbau und um die Erhaltung des Friedens. Dieser ist eine gute Voraussetzung fuer archaeologische Forschung, denn das Land ist voll von historischen Fundstellen, die verschiedenen Epochen und Kulturen zuzuordnen sind. Fast jede Woche werden neue Funde bekannt, da die Bevoelkerung sich mehr und mehr fuer die eigene Geschichte interessiert. Bei den Dreharbeiten wurden wir Zeuge der Entdeckung einer (prae-)historischen Fundstelle, wo neben praehistorischen Felsmalereien und -gravuren auch Inschriften aus sabaeischer Zeit an Felswaenden zu finden waren, teilweise sehr sorgfaeltig als Relief-Inschriften gearbeitet.
 
Bereits im 3. Jahr bemueht sich die Deutsche Archaeologische Mission in Eritrea um die Erforschung und Erhaltung von Altertuemern. Leiter der Mission ist Prof. Dr. Steffen Wenig von der Humboldt-Universitaet Berlin. Die Arbeit der Mission konzentriert sich auf das Hochplateau von Qohaito nahe der Stadt Adi Qeyeh.  Dort hatte bereits der deutsche Forscher Enno Littmann 1906 im Rahmen der ersten Deutschen Aksum-Expedition Reste (prae-) axumitischer Bauwerke beschrieben und zum Teil fotografiert. - Das Hochplateau ist uebersaet von Ruinenhuegeln. Die Arbeit der Mission konzentriert sich auf die Vermessung und Kartografierung des etwa 30 qkm grossen Areals, in dem sich ein Staudamm sowie Ruinen mehrerer kleiner Tempel (?) und  viele andere Siedlungsreste finden. Warum gerade Qohaito?
 
Viele Archaeologen glauben bis heute, die Siedlungsreste in Qohaito seien identisch mit dem antiken Koloe, das mit Kamelkarawanen in drei Tagesmaerschen von der antiken Hafenstadt Adulis zu erreichen war. In weiteren 5 Tagesmaerschen kam man dann nach Axum, dem Zentrum der  Hochkultur jener Zeit. So jedenfalls steht es im Periplus, einem antiken Seefahrer-Buch. Doch schon nach wenigen Tagen Feldforschung ergeben sich Zweifel an dieser Theorie. Andere antike Siedlungsplaetze in der naeheren Umgebung (Toconda, Kaskase, Matara) sowie das erst kuerzlich entdeckte Hash Male kommen aus guten Gruenden ebenfalls in Betracht. Der alte Handelsweg von Adulis nach Koloe ist immer noch ein Geheimnis, das erst nach intensiver archaeologischer Forschung - auch entlang moeglicher Handels-Routen - gelueftet werden kann.
 
Das Hochplateau wird ueberwiegend von Stammesangehoerigen der SAHO bewohnt, die waehrend des Krieges ihre angestammte Heimat verlassen mussten und nun langsam wieder zurueckkehren. Die meisten sind Hirten, doch einige Flaechen eignen sich auch fuer Ackerbau. Ihre Wirtschaftsweise ist archaisch: Getreideernte mit der Sichel oder gar mit blossen Haenden, Dreschen mit Ochsen, die im Kreise gehen, Trennen der Spreu vom Weizen im Wind wie in uralten Zeiten. Die Daecher ihrer traditionellen niedrigen Steinhaeuser sind ein kunstvolles Geflecht aus Wurzelwerk, Aesten und Erde, eine mit Aesten abgeteilte Feuerstelle findet man vor jedem Haus. Die Frauen sind sehr scheu und lassen sich praktisch nicht filmen.
 
Die neuerbauten Siedlungen der Rueckkehrer nehmen allerdings wenig Ruecksicht auf archaeologische Belange. Teilweise wurden antike Bauten zu Wohnzwecken und als Vorratsspeicher umgebaut, die meisten Ruinen sind ohnehin seit Jahrhunderten eine Art Steinbruch, wo man sich mit behauenen Quadern versorgt.
 
Nach Ansicht der Forscher sind mehr als 80 % aller archaeologischen Schaetze Eritreas noch unter der Erde. Jetzt - 7 Jahre nach Kriegsende - sind die Bedingungen fuer archaeologische Forschung guenstiger denn je. Archaeologie in Eritrea hat eigentlich gerade erst begonnen. Die Forscher erhoffen sich in den naechsten 20 Jahren wichtige Aufschluesse zum Verstaendnis der antiken Kulturen zu beiden Seiten des Roten Meeres, deren kultureller und wirtschaftlicher Austausch stets ausserordentlich rege war.
 
Gespraechspartner vor der Kamera:
 
Prof. Dr. Steffen Wenig, Humboldt-Universitaet Berlin
 
(vor, waehrend und nach der Kampagne)
 
Prof. Dr. Walter Raunig, Dir. des Staatl. Voelkerkundemuseums, Muenchen
 
Dr. Ueli Brunner, Hydro-Geologe, Zuerich
 
Dr. Yosief Libsekal, Dir. des Nationalmuseums /Altertuemerverwaltung, Asmara
 
Laufzeit: 48 min.
Sprache: Deutsch
Genre: Ausland, Tigrina, Dokumentationen, Fremdsprachen
Land: Eritrea
Produzent: Avalon Film - Thomas Wingen
 

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