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Überleben in Kabul - Eine Stadt und ihre Frauen (2010) RatingRatingRatingRatingRating

Überleben in Kabul - Eine Stadt und ihre Frauen
... Um vier Protagonistinnen dreht sich Elke Jonigkeits Bestandsaufnahme aus der Krisenregion, drei von ihnen begleitet sie schon seit mehr als 20 Jahren.

Als Jonigkeit, die mit oertlicher Unterstuetzung seit 2002 auch ein Ausbildungszentrum fuer Frauen in Kabul betreibt, nun im Maerz zurueckkehrte, war von einer Entspannung der Lage nicht viel zu spueren. Im Gegenteil: Die blauen Burkas sieht man nun wieder haeufiger und ueberdies: "Auslaenderinnen sind noch weniger gern gesehen als Auslaender." ….

Im Frauengefaengnis von Kabul ist das Auseinanderklaffen von liberalem Anspruch und reaktionaerer Realitaet besonders gut zu beobachten. Die Drehgenehmigung beschaffte eine ehemalige Staatsanwaeltin, die sich heute als Menschenrechtlerin engagiert: "Das Gebaeude hat man erneuert", sagt sie scharf, "aber die Rechtsprechung ist die alte geblieben."

Gewalt gegenueber Frauen hat signifikant zugenommen, berichtet eine andere Protagonistin, die sich politisch engagiert, und vor allem auch die Selbstmordrate. Durch die vielen Auslaender und die zurueckgekehrten Fluechtlinge wuessten viele Frauen, dass ein anderes Leben moeglich ist, erklaert Jonigkeit. Doch mit ihren Versuchen, das im Alltag zu leben, stossen sie in ihren Familien schnell an Grenzen. "Dann bleibt aus ihrer Sicht haeufig nichts anderes uebrig, als sich zu verbrennen." Ueber die Gruende fuer diese grausame Praxis kann die Filmemacherin nur spekulieren: "Ich denke, es ist in der afghanischen Mentalitaet angelegt, ein Fanal zu setzen. Die Krankenhaeuser sind voll von weiblichen Brandopfern, das ist eine grosse Katastrophe."

Die eigentlichen Gruende fuer die vielen sozialen Brandherde liegen aber woanders. Und die westlichen Besatzer und Geschaeftemacher tragen nach Ansicht der Autorin eine Mitschuld. "Die westliche Lebensweise ist in Afghanistan wie ein Tsunami eingebrochen. Die Menschen kommen mit ihr nicht klar." So zeigt der Film riesige Kaufhaeuser und Palaeste, "die mit Afghanistan ueberhaupt nicht in Einklang zu bringen sind", so Jonigkeit: "Fuer dieses Einimpfen der westlichen Ideologie sind die Menschen nicht bereit. Lasst sie sich doch langsam und unabhaengig entwickeln!"

Hoffnung vermitteln im Film vor allem die jungen Frauen, die ihre Situation nicht mit der Aera des letzten kommunistischen Herrschers Nadschibullah, die 1992 endete, vergleichen, sondern mit der Taliban-Zeit, in der sie nicht einmal zur Schule gehen duerften. Heute wollen sie Anwaeltin oder Medizinerin werden. Wenn das neue Bildungsbewusstsein nicht ruecklaeufig ist, wenn moderate Kraefte an der Macht bleiben, sagt Elke Jonigkeit, dann haben sie vielleicht sogar eine Chance.
Laufzeit: 43 min.
Sprache: Deutsch
Genre: Ausland, Dokumentationen
Land: Afghanistan
Produzent: Jonigkeit
 

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