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Heisses Land am Roten Meer - Im Tiefland des Jemen Teil 2 (1995) RatingRatingRatingRatingRating

Heisses Land am Roten Meer - Im Tiefland des Jemen Teil 2
Nur wenig ist ueber den Jemen bekannt. Er ist das aermste Land in der arabischen Welt und dient Islamisten als Rueckzugsgebiet. Das streng orientalische Land am Suedzipfel der arabischen Halbinsel auf eigene Faust zu bereisen war schon immer ein abenteuerliches und schwieriges Unterfangen; heute sind Individualreisen praktisch nicht mehr moeglich, weil sie zu gefaehrlich fuer „Unglaeubige“ geworden sind.

Das Land, durch seine althergebrachten Traditionen erstarrt, befindet sich in dem Zustand, den es vor 20 – 30 Jahren inne hatte. Das liegt an seiner feudalen Struktur, bei der die Macht immer noch von den Stammesfuersten ausgeht. Sie besitzen ausnahmslos jeden Landflecken, sei es der einsame Berghuegel mit einem kleinen Wehrdorf oder ein Erdoelbohrloch in der Wueste. Waehrend die Militarrregierung lediglich die Hauptstadt Sana´a und wenige andere Staedte kontrolliert, ueben die Scheichs auf dem Lande die alleinige Macht aus. Sie entscheiden ueber Gesetz und Ordnung. Das verhinderte jede Modernisierung, konservierte dafuer aber den Zauber eines orientalischen Landes aus Tausend-und-einer-Nacht.

Wer in Sana´a bei Sonnenaufgang das Konzert der zum Gebet aufrufenden Muezzins aus ueber 1000 Minaretten erleben durfte, wird den maerchenhaften Zauber dieses streng islamischen Landes nie mehr vergessen. Ueber dem morgendlichen Himmel der Weltkulturstadt kreisen Greifvoegel, wie der Schwarzmilan. Abfaelle, Schmutz und Unrat ziehen Adler und Milane an. Vor allem der Schwarzmilan ist im ganzen Land zu beobachten. Er wird uns immer begleiten, vom kuehlen Hochland bis hinunter an die Kuesten des Roten Meeres und des Golfes von Aden, in die feucht-heiße Tihama-Tiefebene und in das sagenumwobene Wadi Hadramaut im Suedjemen.

Der Jemen ist ein subtropisches Land, das bedeutet grosse Hitze und reichliche Niederschlaege im Sommer. Kuehl ist es nur in der Hoehe. So nutzten schon vor 2000 Jahren Himjariten und Sabaeer das angenehm kuehle Hochland und bauten dort ihre Wehrdoerfer bis in die hoechsten Berggipfel. Durch Anlegen von Terrassen, die die Regenguesse festhielten, konnte bis in 3500 Meter Hoehe Ackerbau betrieben werden. So ist es bis heute geblieben.
Die kleinbaeuerliche Landwirtschaft laesst der Natur viel Raum. Ein hoher Strukturreichtum vom Meer bis ins Gebirge ermoeglicht vielen Arten eine Existenz. Sie kommen aus dem asiatischen, afrikanischen und arabischen Raum, entwickelten aber auch endemische Formen, wie z.B. Jemen-Waran, Jemen-Haenfling, oder Goldfluegelgimpel.

Der Jemen ist besonders reich an Voegeln: staendig kreisen Adler, Milane oder Geier am Himmel, in den Buschzonen tummeln sich Nektarvoegel, Glanzstare, Steinschmaetzer oder Jemen-Haenflinge; an den Flussufern Waaliataube, Jemen-Astrild, Silberschnaebelchen und der Abdimstorch; in den Felsregionen Wuestenrabe, Jemen-Drossling und Jemen-Prinie; an der Meereskueste Reiherlaeufer, Loeffler, Ibisse und Regenpfeifer; in der Wueste Senegalracke, Smaragdspint und Jemen-Goldsperling.

In den Bergregionen gibt es aber auch Mantelpaviane. Sie sind sehr selten geworden, denn voellig unbewohnte Landstriche gibt es (abgesehen von der Wueste) im Jemen kaum.
Noch seltener ist der Jemen-Waran. Diese bis eineinhalb Meter grosse Echse wurde vom Autor erstmals 1984 auf Film dokumentiert und drei Jahre spaeter als neu entdeckte Art von der Naturwissenschaft beschrieben.

Wie viele islamische Laender befindet sich auch der Jemen im Umbruch. Waehrend neue Strassen in die Wueste gebaut werden, um an die Erdoelfelder zu gelangen, verfallen die alten Stampflehmhaeuser und -Palaeste im geschichtstraechtigen Hadramaut, wo einst Sultane prunkvoll lebten und die Koenigin von Saba residierte.

Das „Arabia felix“, das glueckliche Arabien von damals, ist Geschichte – aber die atemberaubenden Landschaften mit ihrer vielfaeltigen und eigenen Tierwelt sind im Grossen und Ganzen bis heute erhalten geblieben.
Den Jemen zu bereisen, ist im Moment aeusserst schwierig, wenn nicht sogar gefaehrlich. Denn die einsamen Gebiete im Hinterland bieten der islamischen Terrororganisation „Al Kaida“ geeigneten Unterschlupf.
Laufzeit: 43 min.
Sprache: Deutsch
Genre: Tiere, Sonstige, Natur - Tiere, Reise
Land: Deutschland
Produzent: Lippoldmueller, Dr., Wieland
 

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